Resonanz auf den Film

Preise

LINIE 41 – Gewinner des Spezialpreises auf dem 13. Neisse Film Festival  (Mai 2016 ). Begründung der Jury des Filmverbands Sachsen:

neisse

„Der Preisträgerfilm lässt uns Zeuge einer langen Reise zweier Protagonisten werden, deren Ausgangspunkt nicht unterschiedlicher sein könnte: wenige Kilometer, dafür aber Welten voneinander entfernt. Er erzählt von Sühne und Demut und es ist der große Verdienst der Regisseurin, den beiden Männern die letzten Meter ihrer Reise ermöglicht zu haben. Mit großer Empathie tritt sie als das Bindeglied auf, welches gebraucht wird, um eine individuelle Geschichte von universeller Gültigkeit zu Ende zu erzählen. Der Preisträgerfilm stellt sich der Manipulation der Geschichtsschreibung der Systeme und der persönlichen Verdrängung der Geschichte entgegen. Er zeigt, dass solange Hoffnung besteht, Ehrlichkeit, Empathie und Selbstreflektion die Grundlage unseres Zusammenlebens sind. Wir gratulieren Tanja Cummings zum Gewinn des Spezialpreises des 13. Neisse Film Festivals für ihren Film ‚LINIE 41′.“

 

Presseartikel und TV-Beiträge

»Freundschaft überwindet Leid«  von Richard Möllers, 3.8.2017 in der Süddeutschen Zeitung

»Die Wahrheit erzählen«  von Katrin Diehl 27.7.2017 in der Jüdischen Allgemeinen

»Selig sind die Überlebenden«  von Alex Rühle über wöchentliche Treffen Überlebender der Shoa im Café Zelig (u. a. über Natan Grossmann), 3.6.2017 in der Süddeutschen Zeitung

»Wiseman films, Wertmuller’s art, and a Holocaust search« —–> »Tracks of Tears!«  von Peter Keough  2.06.2017 im The Boston Globe

TV-Berichterstattung (WIELKOPOLSKA TV) zur Vorführung am 12. 4. 2017 in der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Kulmhof. www.wielkopolska.tv/chelmno-film

»Mir sajnen do!«  von Ellen Presser  21.4.2017 in der Jüdischen Allgemeinen

 „Rückkehr in die Stadt des Ghettos“ von Jürgen Langenkämper (Mindener Tageblatt) 8.3.2017: Bericht zur Vorführung im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit

BERICHT zur Veranstaltung am 26.1.2017  Youtube-Kanal des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern —-> https://www.youtube.com/watch?v=1iiqihPbWHY

„Hauptdarsteller aus zwei Welten“  von Uwe Köhnke (Ludwigsluster Tageblatt) 17.1.2017:  Vorführungsankündigung/Rezension

Spurensuche“ von Marten Klose (Emder Zeitung) 26. 10.2016: Rezension EMDER Zeitung 26.10.2016

INTERVIEW von Barbara Hoppe > mit Tanja Cummings im FEUILLETONSCOUT (5.11.2016).

„Doppelte Spurensuche“ von Marten Klose (Emder Zeitung) 26. 10.2016: Rezension EMDER Zeitung 26.10.2016

„Düsseldorf: Dokumentarfilm „Linie 41“ geht auf Spurensuche mit Holocaust-Überlebenden“ von Claudia Hötzendorfer (report-d) 29.10.2016:www.report-d.de/Kultur/Film/Duesseldorf

ZEIT-Magazin (August 2016) über unseren Protagonisten Natan Grossmann >  Teil 1 und  Teil 2

„Der Kampf mit der Vergangenheit“ von Sarah Kugler (Potsdamer Neueste Nachrichten) 17.6.2016: www.pnn.de/potsdam-kultur/

„Späte Suche“ von Helmut Reister (Jüdische Allgemeine) 25.2.2016: www.juedische-allgemeine.de/spätesuche

„Zwei Parallele Welten“ von Holger Catenhusen (Potsdamer Neueste Nachrichten) 15.1.2016: www.pnn.de/potsdam/1041028/

„Bewegendes Suchen und Verstehen“ von Patrick Plewee (Emder Zeitung) 28.10.2015: Rezension EMDER Zeitung 25.10.2015

12472322_10153686452999858_7344769079477301817_n Zeitzeugen im Dokumentarfilm, das heißt oft „sprechende Köpfe“ und wenig oder gar keine filmische Gestaltung. Nicht so bei Cummings. Sie führt ihre Protagonisten an immer neue Orte, folgt ihnen bei Begegnungen mit ehemaligen Nachbarn, in Archive, Gedenkstätten und die Universität Lodz, wo sie vor Studenten über ihre Erinnerungen Auskunft geben. So gewinnt ihr Film an Dynamik, wird quasi zum dokumentarischen „Road Movie“, dessen Spannungsbogen weniger aus den Ortswechseln als aus dem resultiert, was die beiden Zeitzeugen zu sagen und zu zeigen haben.“ (Hans-Peter Dicks in CINEARTE, März 2016)

Stimmen

„Cummings verzichtet auf große Anklagen, gibt nur das Nötigste an Sachinformation und verlässt sich weitgehend auf die emotionale Kraft ihrer Bilder. Kameramann Marek Iwicki folgt dem Geschehen flexibel und mit wachem Auge und schafft mit klug komponierten Einstellungen eine Stimmung zwischen Staunen und Nachdenklichkeit.“

(Hans-Peter Dicks in CINEARTE, März 2016)

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in CINEARTE, März 2016

 

„Es entsteht eine Lektion in Geschichte, ohne vereinfachende Didaktik oder vorgestanzte Lerneinheiten und damit so modern, wie sie heute gebraucht wird.“ (Hans-Peter Dicks in CINEARTE, März 2016)

 

Das Publikum spricht

„Natans Stimme ist fest. Aus seinen Augen blitzt der Schalk eines jungen Burschen, der die Welt erobern will. Ob alle im Raum über 18 sind, will er wissen. Dann erzählt er von der freien Liebe im Kibbuz und anschließend noch einen jüdischen Witz. Ich hätte aufstehen und ihn umarmen können. Was für ein Geschenk, dass dieser Mann die Gräueltaten des Naziregimes überlebt hat und was für ein Wunder, dass er nicht daran zerbrochen ist. Vor mir sitzt die pure Resilienz. Ein Mensch, der Kraft daraus schöpft, seine Geschichte zu erzählen und uns damit zu mahnen.“ > Jeanette Hagen Weiter zum Bericht-zur-Vorführung-am-9.November-2016-in-Berlin

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Fotos von Jeannette Hagen

 

 

IMG_3409-kl„Eine Straßenbahnlinie, die Nr. 41, durchschnitt das Getto von Litzmannstadt, in das die deutschen Besatzer und NS-Machthaber 1940 die annektierte polnische Stadt Łódż umbenannt hatten. Noch heute sind viele Stätten des Gettos erhalten, in dem Ende 1941mehr als 100.000 Juden zusammengepfercht worden waren. Diese Stätten bilden die Kulisse für den Film von Tanja Cummings. Doch sind es die Protagonisten Natan Grossman und Jens Jürgen Ventzki, die einen Einblick in die Ungeheuerlichkeit, ja Monstrosität des Gettos vermitteln. Natan, der Getto und Auschwitz überlebte, vertritt die Sicht der Opfer. Er bezeichnet die Täter als „Bestien“ und hat eine positive Sicht auf das heutige Deutschland gewonnen, das er als Hort der Kultur und großer Werte bezeichnet. Vor dem Hintergrund des Holocausts ist das eine großartige Haltung. Sie ist aber auch eine große Verpflichtung. Jens Jürgen Ventzki untersuchte die Verstrickungen seines Vaters als Oberbürgermeister von Litzmannstadt. Er durchbricht die in seiner Familie praktizierte Verdrängung und arbeitet auf. Dieser Schritt erfolgte als Ergebnis eines langen Emanzipationsprozesses. Tanja Cummings verdichtet die Geschichte der beiden Protagonisten zu einer dramatischen Handlung. Er bringt die Geschichte des Gettos und die von den NS-Machthabern begangenen Verbrechen in einer Form nahe, die auch junge Zuschauer beschäftigt und so ein Stück lebendiger Geschichtsunterricht ist.“ — Dr. Rolf Uphoff (Stadtarchiv Emden/Max Windmüller Gesellschaft) 14.11.2016  zur VORFÜHRUNG am 24. 10.2016 in EMDEN