Die Hauptprotagonisten

 

Natan Grossmann

Geboren 1927 in Zgierz bei Łódź. Aufgewachsen in einem Schtetl als Sohn eines Schusters. Zwangsumsiedlung ins Getto Litzmannstadt/Łódź mit Eltern und Bruder. Zwangsarbeit (als Kind). Seine Eltern Bluma und Avram starben im Getto, Bruder Baer starb vermutlich in Chelmno/Kulmhof. Natan Grossmann wurde kurz vor Auflösung des Gettos nach Auschwitz/Birkenau deportiert. Weitere Stationen der Deportation waren das KZ-Außenlager Braunschweig-Schillstr., im April 1945 das Konzentrationslager Ravensbrück und am 26. April 1945 das Auffanglager Wöbbelin. Dort wurde Natan Grossmann am 2. Mai 1945 durch US-amerikanische Soldaten befreit. Nach Kriegsende kehrte er zuerst nach Łódź zurück, dann folgte die Auswanderung nach Israel. Heute lebt Natan Grossmann in München.

Siehe auch: lodzermenschen.net/de/Natan-Grossmann

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Jens Jürgen Ventzki

Geboren 1944 in Łódź. Er ist Sohn des Oberbürgermeisters von Łódź (zur Zeit des Zweiten Weltkriegs „Litzmannstadt“ genannt). Der Vater Werner Ventzki (Verwaltungsjurist) war Vorgesetzter von Hans Biebow, Leiter der Deutschen Gettoverwaltung des Gettos Litzmannstadt/Łódź. Werner Ventzki wurde für seine Position und Taten nach dem Zweiten Weltkrieg nie vor Gericht gestellt. In Berlin wurde er Repräsentant des Bundesministeriums für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte und anschließend Oberregierungsrat in Bonn. Seit einigen Jahren beschäftigt sich sein Sohn Jens-Jürgen Ventzki intensiv mit der Geschichte seiner Eltern und der Rolle des Vaters in Łódź/Litzmannstadt, siehe auch: „Seine Schatten, meine Bilder. Eine Spurensuche“, Studienverlag Innsbruck.

Siehe auch: lodzermenschen.net/de/Jens-Jürgen-Ventzki

Ausschnitt aus dem Bonusmaterial der DVD von „Linie 41″

 

 

Helena Bergson

Geboren 1921 in Łódź – verstarb 2013.  Im Getto Lodz/Litzmannstadt als Krankenschwester tätig. Eine der wenigen, die noch vom Leben in der Zeit vor dem Krieg berichten konnten und das Getto bis zur Auflösung erlebten.

Siehe auch: lodzermenschen.net/de/Helena-Bergson
 
Ausschnitt aus dem Bonusmaterial der DVD von „Linie 41″

 

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Armin Hornberger

Geboren 1930 in Łódź, verstarb 2014 in Berlin. Polnisch/deutsche Herkunft (Familienzweige seit Generationen in Łódź sesshaft). In den Kriegswirren kam Armin als Junge aus Łódź nach Deutschland, in den Nachkriegswirren kehrte er dorthin für einige Monate zurück.

Weitere Informationen hier:  lodzermenschen.net/de/Armin-Hornberger

www.frieling.de/Autoren/Hornberger,-Armin-Richard

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